Die Größe beeinflusst ebenfalls die Qualität des Schlafs
Wenn wir ein Bett für unser Haustier auswählen, denken wir meist an sein Gewicht, seine Rasse oder sogar an den verfügbaren Platz zu Hause.
Doch es gibt ein noch wichtigeres Maß:
„Der Platz, den der Hund einnimmt, wenn er völlig entspannt schläft.“
Ein Bett kann groß wirken, solange Hund oder Katze darin sitzt. Sobald sich das Tier jedoch vollständig ausstrecken möchte, kann es plötzlich zu klein sein.
Und dabei geht es nicht nur um Komfort.
Die Größe der Liegefläche kann auch die Körperhaltung, die Bewegungsfreiheit und die Verteilung der Belastung während des Schlafs beeinflussen.
Das Gewicht allein bestimmt nicht die richtige Bettgröße
Zwei Hunde oder Katzen mit demselben Gewicht können ganz unterschiedliche Bettgrößen benötigen.
Eine Französische Bulldogge und ein Windhund können ähnlich viel wiegen, haben aber völlig unterschiedliche Körperproportionen.
Der eine ist eher kompakt gebaut.
Der andere benötigt deutlich mehr Platz in der Länge, um Wirbelsäule und Gliedmaßen vollständig ausstrecken zu können. Dasselbe gilt auch für Katzen.
Deshalb kann es zu Fehlentscheidungen führen, ein Bett ausschließlich anhand einer Gewichtstabelle auszuwählen.
Das Gewicht ist ein hilfreicher Richtwert, sollte aber immer zusammen mit folgenden Faktoren betrachtet werden:
- Körperlänge;
- Höhe;
- typische Schlafposition;
- Körperbau;
- Alter;
- Beweglichkeit.
Das wichtigste Maß: Wie schläft dein Tier?
Eine einfache Möglichkeit, die richtige Größe zu bestimmen, besteht darin, den Hund zu beobachten, wenn er tief schläft.
Nicht, wenn er sitzt.
Nicht, wenn er zusammengerollt liegt.
Sondern wenn er völlig entspannt und ausgestreckt ist.
In diesem Moment kannst du ungefähr messen, wie viel Platz er vom Fang bis zum hinteren Körperbereich oder bis zu den Pfoten benötigt – je nach seiner typischen Schlafposition.
Das Bett sollte ihm ermöglichen, diese Position einzunehmen, ohne dass wichtige Körperbereiche ständig außerhalb der Liegefläche liegen.
Das ist besonders wichtig für Kopf, Schultern, Becken und Gliedmaßen.
Was passiert, wenn das Bett zu klein ist?
Das Tier wird es wahrscheinlich trotzdem benutzen.
Und genau das kann uns glauben lassen, dass die Größe passend ist.
Tiere können sich sehr gut an vorhandene Plätze anpassen. Sie schlafen zusammengerollt, legen den Kopf über den Rand oder lassen einen Teil der Pfoten auf dem Boden liegen.
Aber nur weil ein Tier in einem Bett schlafen kann, bedeutet das nicht automatisch, dass dieses Bett optimal für seinen Körper ist.
Wenn der Platz nicht ausreicht, kann es gezwungen sein, über längere Zeit gebeugte oder eingeengte Positionen einzunehmen.
Gerade bei längeren Ruhephasen ist es wichtig, die Position verändern zu können.
Gut schlafen bedeutet auch, sich bewegen zu können.
Hunde und Katzen verändern ihre Position während der Nacht
Schlaf ist nicht statisch.
Im Laufe der Nacht können Hunde und Katzen von einer eingerollten Position in die Seitenlage wechseln, anschließend den Kopf auf einem Rand ablegen und später die Gliedmaßen vollständig ausstrecken.
Diese Positionswechsel helfen dabei, Druckpunkte zu verändern und unterschiedliche Körperbereiche abwechselnd zu entlasten.
Deshalb sollte ein geeignetes Bett genügend Fläche bieten, damit sich das Tier bewegen kann, ohne ständig das Bett verlassen zu müssen.
Ist ein größeres Bett immer besser?
Nicht unbedingt.
Ein sehr großes Bett ist aus biomechanischer Sicht meist kein Problem, kann aber bestimmte Eigenschaften verlieren, die manche Tiere besonders schätzen.
Einige Hunde suchen bewusst den Kontakt zu den erhöhten Rändern, weil sie sich dadurch geschützter fühlen oder den Rand als Kopfstütze nutzen.
Das Ziel ist deshalb nicht einfach, das größtmögliche Bett zu kaufen.
Wichtiger ist eine Größe, die dem Tier erlaubt, sich vollständig auszustrecken und gleichzeitig von den stützenden und schützenden Eigenschaften des Bettes zu profitieren.
Auch die Ränder zählen
Wenn wir über Maße sprechen, müssen wir unterscheiden zwischen:
Außenmaßen des Bettes und tatsächlich nutzbarer Liegefläche.
Ein Bett mit 90 cm Breite kann innen deutlich weniger Platz bieten, wenn es über dicke, erhöhte Ränder verfügt. Bei den VEEL PET Betten beanspruchen die erhöhten Ränder ungefähr 10 cm pro Seite.
Dieser Punkt ist besonders bei Betten im Sofa-Stil wichtig.
Die Ränder können sehr angenehm als Stütze für Kopf und Nacken sein, nehmen aber gleichzeitig Platz ein.
Deshalb sollte man beim Vergleich verschiedener Größen immer darauf achten, wie viel tatsächliche Liegefläche für den Körper zur Verfügung steht.
Große Hunde: Die Größe wird noch wichtiger
Je größer der Hund ist, desto größer ist auch die Körperfläche, die mit dem Bett in Kontakt kommt.
Gleichzeitig steigt die Belastung, die auf die Matratze wirkt.
Bei großen und sehr großen Hunden sollten deshalb zwei Faktoren gemeinsam betrachtet werden:
Liegefläche und Unterstützung.
Ein großes Bett mit einer Matratze, die unter dem Gewicht des Tieres vollständig zusammengedrückt wird, bietet möglicherweise nicht die gewünschte Unterstützung.
Umgekehrt verliert selbst eine hochwertige Matratze einen Teil ihrer Wirkung, wenn die Liegefläche zu klein ist, um natürliche Schlafpositionen zu ermöglichen.
Das Bett muss als Gesamtsystem funktionieren.
Welpen: Nicht nur an die aktuelle Größe denken
Beim Kauf eines Bettes für einen Welpen gibt es eine zusätzliche Schwierigkeit.
Der Hund wird wachsen.
Je nach Rasse kann sich sein Gewicht innerhalb weniger Monate vervielfachen und auch seine Körperlänge deutlich zunehmen.
Wer nur an die aktuelle Größe denkt, riskiert, dass das Bett sehr schnell zu klein wird.
Bei Rassen, deren spätere Größe relativ gut vorhersehbar ist, kann es sinnvoll sein, bereits beim Kauf die zukünftigen Körpermaße zu berücksichtigen.
Ältere Haustiere: Mehr Platz für leichtere Bewegungen
Bei Senior-Tieren kann ausreichend Platz besonders wichtig sein.
Mit zunehmendem Alter können Beweglichkeit und Gelenkflexibilität abnehmen.
Wenn sich ein Tier sehr präzise bewegen muss, um sich in einer kleinen Liegefläche zu positionieren, kann das Hinlegen oder Aufstehen schwieriger werden.
Eine großzügigere Ruhefläche ermöglicht fließendere Bewegungsabläufe.
Doch auch hier gilt ein wichtiger Grundsatz:
Platz ohne Stabilität reicht nicht aus.
Die Matratze sollte eine stabile und berechenbare Grundlage bieten, von der sich der Hund beim Aufstehen gut abstützen kann.
Ein einfacher Test für zu Hause
Beobachte deinen Hund oder deine Katze einige Tage lang.
Wenn du dein Tier vollständig ausgestreckt siehst, miss ungefähr den Platz, den es dabei einnimmt.
Vergleiche dieses Maß anschließend mit der tatsächlich nutzbaren Liegefläche des Bettes.
Du kannst dir außerdem folgende Fragen stellen:
- Kann mein Tier vollständig auf der Seite schlafen?
- Kann es die Beine ausstrecken?
- Kann es die Position wechseln, ohne aus dem Bett zu rutschen?
- Liegt der Kopf auf dem Rand, weil es das möchte, oder weil sonst kein Platz vorhanden ist?
- Streckt es sich lieber auf dem Boden aus, obwohl das Bett direkt daneben steht?
Diese Antworten können oft mehr verraten als eine Größentabelle, die nur auf dem Gewicht basiert.
Die Position von VEEL PET
Bei VEEL PET sind wir überzeugt, dass die richtige Bettgröße ein wesentlicher Bestandteil guten Schlafs ist.
Ein orthopädisches Bett sollte die natürlichen Schlafpositionen von Hund oder Katze nicht einschränken.
Deshalb sollte die Auswahl unserer Ansicht nach nicht nur nach Rasse oder Gewicht erfolgen, sondern auch nach der tatsächlichen Körpergröße, der typischen Schlafposition und der Beweglichkeit des Tieres.
Für uns müssen drei Elemente im richtigen Verhältnis zueinander stehen:
Liegefläche. Genügend Platz, um sich auszustrecken und die Position zu wechseln.
Unterstützung. Eine Matratze, die das Gewicht gleichmäßig verteilt, ohne zu stark einzusinken.
Bewegungsfreiheit. Das Tier sollte sich hinlegen, drehen und aufstehen können, ohne dass das Bett selbst zur Einschränkung wird.
Denn die richtige Größe ist nicht die, in die Hund oder Katze gerade noch hineinpasst.
Es ist die Größe, in der der Körper so ruhen kann, wie er es wirklich braucht.